Rezentionen

Musik als Lebensfrage

Ein exeptioneller Baßbariton sorgte dafür, daß das Kozert zu einem außgewöhnlichen Ereignnis wurde. Andächtige Stille, intensives Lauschen. Bereits mit dem ersten Lied von Schuberts Zyklus "Winterreise" verbreitet der Sänger Njål Sparbo - einfühlsam begleitet von Carlos Murakami - die Stimmung, die über eine Stunde, bis zum letzten der 24 Lieder anhält. Dabei benutzt er keinerlei übertriebene Gebärden, um dei Zuhörer durch irgendwelche Äußerlichkeiten im Bann zu halten.

Höchste Intensität zeigt sich dagegen auf dem Gesicht, wo sich feinste Nuancen des Textes und der Musik weiderspiegeln. Wichtiger aber sind die Nuancen, die in seiner Stimme zum Ausdruck kommen. Sparbo verfügt über einen herrlichen sonoren Baß, der allein schon ausreichen würde, um ein Publikum in Entzückung zu versetzen. Aber er begnügt sich icht mit dieser wunderbaren Gabe, beutet sie nie um ihrer selbst willen aus. Im Gegenteil, er benutzt ein umfangreiches Register, das bis zum zartesten Falsett reicht und das er in allen Einzelheiten bis zum Perfektion beherrscht.

Sparbos schlichtweg intelligente Deutung zeugt natürlich auch von einer jahrelangen intensiven Beschäftigung mit dem Liederzücklus. Sparbos Auseinandersetzung mit dem Zyklus läßt ahnen, daß es sich nicht einfach um eine oberflächliche Speilerei eines begabten Sängers handelt.

Es ist kein Wunder, daß der 41 jährige Sänger seit seinem Debüt in der Titelrolle von Mozarts "Hochzeit des Figaro" vor 15 Jahren zu den führenden Interpreten Norwegens gehört. Inzwischen har er mit allen Orchestern seiens Heimatlandes konzertiert und ist ständiger Gast in einer ganzen Reihe von Ländern innerhalb und außerhalb Europas. Sein Repertiore erstreckt sich von Romanzen über Kirchenmusik zur Oper, von der Renaissance bis zur Gegenwart. Sein spezielles Interesse gilt dabei der zeitgenössichen Musik, und er hat bereits eine große Anzahl beuer Stücke, meist norwegischer Komponisten, urafugeführt.

Jürgen Vater, Das Goetheanum, 20. Januar 2006

"Musikalisches Gesellenstück"

"Sparbos Interpretationen sind geprägt von einem starken Willen zu lernen, zu verstehen und zu vermitteln. Ihm zuzuhören wirkt befreiend, denn seine Kunst hat die Glut der Überzeugung - und er den Willen, aus vollem Herzen zu geben."

Idar Karevold, "Aftenposten"

"Franz Schubert Winterreise"

"Über Sparbos "Winterreise" ist Geistesflug - ein Schub und ein Ganzheitsverständnis, die hierzulande selten zu haben sind. Sparbo setzt hoch und misst sich an den Großen. Wozu er die Voraussetzungen hat, denn in Höchstform ist er krass und herausfordernd auf eine distinkte und atemberaubende Weise."

Erling Sandmo, "Nye Musikken" (Über QCD 9306, WINTEREISE")

"Unglaublich fesselnd vorgetragen!"

"... je öfter man die CD hört, desto mehr Nuancen entdeckt man ... phantastisch gute Diktion ... unglaublich fesselnd vorgetragen! Wunderbare Aufnahme, prachtvolles Cover! Eine CD, auf die man wirklich stolz sein kann!"

Kjell Hillveg, Norwegischer Rundfunk (Über "QCD 9306, WINTERREISE")

"Vorbildlicher Sparbo, genialer Schubert"

"... meinen vorbehaltlosen Glückwunsch zu einer CD, die sofort nach ihrem Verklingen ein Gefühl von Sehnsucht und Verlust hinterlässt. Denn der Zuhörer in mir wird nicht nur vom Werk so stark ergriffen, sondern ebenso von Sparbos Interpretation ... Sparbos Deutsch ist vorbildlich, und diese CD eröffnet dem Sänger den Zugang zum internationalen Gesangspodium ... wir als Zuhörer können nur auf mehr aus diesem Munde hoffen - ob Winter oder nicht."

Espen Mineur Sætre, "Morgenbladet" (Über "QCD 9306, WINTERREISE")

"Njål Sparbos "Winterreise" ein Erlebnis"

"... eine ausgereifte, kraftvolle Interpretation ..., die wahrlich "ihren Platz einnimmt" unter den zugänglichen modernen Aufnahmen des Werkes ... eine großartig genaue Schilderung extremer, sich an der Grenze zum Wahnsinn befindlicher Geisteszustände; Ausdruck existentieller Hoffnungslosigkeit ... all dies findet sich in der Interpretation durch Sparbo und Steen-Nøkleberg. Wärmstens zu empfehlen!"

Harald Kolstad, "Arbeiderbladet" (Über "QCD 9306, WINTERREISE")

"Meisterhafter norwegischer Liederabend"

"Das fünfte Konzert der Reihe im Rahmen des Scandinavian Festival of Music wurde am Sonntag beendet. Der norwegische Bassbariton sang Lieder, wobei er von seinem Landsmann, dem Pianisten (Anm. d.Übers.) Einar Henning Smebye, begleitet wurde. Mit der Musik von Grieg, Schubert und Tschaikovski gestalteten sie einen meisterhaften Liederabend."

Jens-Jørgen Hedeskov, "Folkebladet Sydjylland"

"Traumhafte Oper in Harstad"

"Uraufführung von Kjell Habbestads Kammeroper "Hans Egedes Nacht"  nach einem Text von Paal-Helge Haugen ... Njål Sparbo als Hans Egede ist eine Sensation. Er trägt die gesamte Vorstellung auf seinen talentierten Schultern. Selten oder nie habe ich einen Sänger mit einer solch überzeugenden Ausgewogenheit zwischen szenischem und musikalischem Können erlebt."

Eyvind Solås, "Dagbladet"